Strahlausrichtung

  • Meine Fresse, da hat sich der Gewindestangen Michael ja viel Arbeit gemacht.

    Theorie ist was schönes, aber in der Praxis kommt zwei weiterere Faktoren dazu, die Zeit und die Form

    1.) Wenn die Röhre sauber waagerecht ausgerichtet ist, muss der Spiegel nur in einer Achse gedreht werden. Bei der pisseligen Einstellung der Siegellhalter gibt es leider keinen Drehpunkt in der Mitte des Spiegels, sonder irgend eine Achse neben dem Spiegel. Dabei sind diese Achsen nicht mal sauber ausgerichtet, denn die Einstellschrauben sitzen nicht oben und seitlich. Ist die Röhre nicht präzise waagerecht in der Kiste, verstellen sich beim verdrehen einer Einstellschraube beide Achsen des ausgehenden Strahls. Das saubere Ausrichten wird also zum endlosen Einstellen, bis der Strahl mittig trifft und gerade abgeht. Ist die Röhre in der Waage, reicht das einstellen einer Achse. Damit bin ich viel schneller. Da die Röhre so bleibt, auch wenn ich Spiegel tausche, geht das alsi viel einfacher.

    2.) Der Gedankenfehler den Ihr hier so gerne macht ist, den Laserstrahl als dünne Linie zu zeichnen. Wenn der Laserstrahl aus der Röhre kommt ist er aber, die unscharfen Randbereiche mitgerechnet, 5-6mm dick. Trifft der Strahl auf den Spiegelrahmen wird er nicht mehr rund reflektiert. Von derRundung wird etwas abgeschnitten. Jede Abweichung von der absolut runden Form verhindert das der Strahl hinterher noch die volle Leistung hat.

    Wenn der Strahl, theoretisch im 45° Winkel reflektiert wird, dann entsteht auf dem Spiegel eine elliptische Form. Bei einem Strahldurchmesser der als schwarzer Punkt 5mm dargestellt wird, inclusive der weniger energiearmen Randbereiche hat die Ellipse eine Längenausdehnung von 8,49 mm auf der langen Achse. Bei einem kleinen 20mm Spiegel, bei dem rundrum noch 2mm im Rahmen sitzen, bleibt da nicht viel. Und den energiearmen Rand sieht man bei einem kurzen Schuß auf Papier nicht.

    Wenn man also nicht darauf achtet genau mittig auszurichten, hat man im Strahlverlauf 3 gute Chancen die Energie des Strahls in den Spiegelrahmen zu versenken. Einfach nur ein gerades Papier vor den 45° Spiegel zu setzen zeigt auch nicht die wahre Dimension des Strahls.

    grüße ralfg

    Einmal editiert, zuletzt von ralfg (7. April 2026 um 17:55)

  • ... um ein "komplexes" strahlprofil zu erfassen, kann man z.B. mehrere Abbildungen über einen Abstand von ein paar mm mit jeweils 1mm Abstand dazwischen aufnehmen ... das zeigt dann auch iwelche 3D-Abweichungen oder Energiedichte-Unterschiede 8)

  • ... inclusive der weniger energiearmen Randbereiche hat die Ellipse eine Längenausdehnung von 8,49 mm auf der langen Achse. Bei einem kleinen 20mm Spiegel, bei dem rundrum noch 2mm im Rahmen sitzen, bleibt da nicht viel. Und den energiearmen Rand sieht man bei einem kurzen Schuß auf Papier nicht.

    Und genau deshalb verstehe ich nicht, warum hier immer wieder behauptet wird, es sei gar nicht so wichtig, die Mitte zu treffen.

    Gruß Reinhard

    K40 Laser unter K40Whisperer

    Theorie: Man weiß wie es geht, aber es funktioniert nicht

    Praxis : Es funktioniert, aber man weiß nicht wie

    Theorie und Praxix vereint: Es funktioniert nicht und keiner weiß warum

  • Und genau deshalb verstehe ich nicht, warum hier immer wieder behauptet wird, es sei gar nicht so wichtig, die Mitte zu treffen.

    Weil sich so viele daran aufarbeiten, exakt die Mitte treffen zu wollen, dafür aber die Achsenparallelität vernachlässigen und dann irgendwann frustriert aufgeben. Es muss auch wirklich nicht exakt die Mitte sein, es wird aber auch meistens darauf hingewiesen, dass aber auch nicht der Spiegelhalter getroffen werden darf. Und natürlich muss es bei kleineren Spiegeln genauer als bei größeren gehen.

    Ich hab auch schon meinen eigenen und zwei, drei andere eingestellt und das funktionierte wunderbar auch ohne genaue Mittentreffer.

    Gruß Michi

    OMtech 60x40 / Ruida RDC6442G / 60Watt / Hemak 50L-Flüsterkompressor / Chiller CW-3000

  • Das lustige ist, dass der Treffpunkt auf dem Spiegel bei einem theoretisch idealen System tatsächlich der Mittelpunkt ist.

    Es gibt im Grunde erstmal nur einen Fixpunkt, die Linsenmitte. Da muss der Strahl mittig und senkrecht durch. Dafür muss er senkrecht über der Linse von Spiegel 3 nach unten reflektiert werden. Auf Spiegel 3 muss der Laser genau aus X-Richtung und parallel zu Y treffen, weshalb der Treffpunkt auf Spiegel 2 genau in Höhe des Treffpunkts von Spiegel 3 und auf gleiche Y-Ordinate stehen muss.

    Gleiche Betrachtung gilt für Spiegel 2, der genau aus Y-Richtung parallel zu X getroffen werden muss. Das definiert letztlich die Position des Treffpunkts auf Spiegel 1.

    Und vernünftigerweise wird die Position der Siegel so designed, dass sie in ihrer Mitte getroffen werden, damit möglichst große Lagetoleranzen zu erlauben.

    Gruß Reinhard

    K40 Laser unter K40Whisperer

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  • Man kann ja auch mit Kompromissen leben.

    Einigen wir uns einfach auf : "so mittig wie nur möglich"

    Ich denke auch, die meisten treffen die Spiegel schon recht gut, meistens ist jedoch der Laserkopfeingang noch ein fettes Problem.

    Wenn die Eingangslochbohrung mittig nicht die Kippachse vom Spiegel im Laserkopf trifft, hat man halt Stress :)


    In allen vier Ecken muss der Trefferpunkt am Laserkopf so gut wie nur möglich deckungsgleich sein.

    Gruß

    Michael

    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

    Johann Wolfgang von Goethe