Hilfe, mein Laser spinnt

  • Wasn das fürn Kabel da.... hast du den Minus nicht angeschlossen ?

    Das sieht nur so aus. Doch, das schwarze Kabel ist angeschlossen.

    Naja gut, anstatt Geld mit einem Auftrag zu verdienen, geb ich jetzt halt welches aus für weiteres Zubehör.


    Aber gut, damit musste ich auch irgendwie rechnen. Schließlich kosten die eBay-Chinakracher auch nur einen Bruchteil der richtig guten.

    Und man lernt ja auch immer wieder gerne was dazu.


    Das Silikon, eine Laserschutzbrille, eine neue Röhre und ein Amperemeter sind halt auch schon sinnvoll. Und falls das Netzteil doch mal abraucht, hab ich schon einen Ersatz da.


    Euch einen schönen Abend und vielen lieben Dank für die Hilfe!


    LG

    Kalle

  • Unabhängig von Problemen mit ein paar Elektronen, den Wasserschlauch würde ich kürzen und die beiden Bögen rausnehmen.

    Lasern ist ein tolles Hobby und ich helfe generell gerne Leuten mit Klasse 1 und zur Not auch Chinaböllern, wenn sie sich deren Gefahren bewusst sind. An die Forumseintagsfliegen: Stellt Euch bitte vernünftig vor und beschreibt Euer Problem und Eure Vorkenntnisse.

  • Unabhängig von Problemen mit ein paar Elektronen, den Wasserschlauch würde ich kürzen und die beiden Bögen rausnehmen.

    Hallo Laserlichtaus,


    wird gemacht. Die neue Röhre ist nun da. Aber auf das Silikon muss ich noch warten.

    In einem YT-Video werden Anode und Kathode gelötet. Habe aber schon gelesen, dass das - besonders bei der Anode mit ihren 24.000 Volt - vielleicht keine gute Idee ist?


    Also dann einfach verdrillen und mit dem Silikon und einem Stück Schlauch abdichten?


    LG

    Kalle

  • Du kannst den Stahlpin der Röhre nicht mit der Litze "verlöten"


    An dem Pin hält kein Lötzinn.


    Die Litze wird nur drumrum gebunden/gewickelt und dann nur die Litze mit Lot benetzt, damit die nicht wieder abflitzt.


    Muss man aber vorsichtig mit sein und bedarf der Übung. Zu viel Hitze und das Glas springt.


    Alternative dazu -> Lötsteckschuhe.

    Gruß

    Michael


    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  • ich glaub ja das es mit einem Lötöl für Edelstahl schon gehen würde, allerdings wird der Pin ja ziemlich warm, das könnte schon Spannungen im Glas geben

    Ich hab meine alte vom K40 noch da, werde es Morgen mal ausprobieren :-)

    Grüße Armin


    K40, 80W Chinalaser TLC-410, ORTUR Laser Master 2, 15W

  • Hi Armin du kannst nur verlieren damit. Ich habe es bei vier Röhren so ähnlich gemacht wie Michael und funktioniert bei allen einwandfrei.

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  • Mit Weichlöten wird das auch nix.:noidea:


    Und Hartlöten würde die Röhre direkt killen....

    Gruß,

    Christian


    „Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“
    Stephen Hawking

  • Bleiben wir ehrlich, macht ja auch gar keinen Sinn :)


    Das normale Lötklecksverfahren reicht da vollkommen aus oder der Steckschuh. Hochspannung hat eh seinen eigenen Kopp und krabbelt nicht durch den Leiter.

    Gruß

    Michael


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    Johann Wolfgang von Goethe

  • Hallo ihr Lieben,


    ich wollte nur kurz Feedback geben über den Stand der Dinge. Man will ja nicht als Forums-Eintagsfliege enden.


    Nachdem die bestellte Röhre keine paar Tage später da war, dauerte der Brief mit dem Bindulin fast 14 Tage - kam erst am Samstag an.


    Ich weiß nicht, wie es euch geht, die ihr schon einiges an Erfahrung habt. Aber ich schwitze bei so für mich komplett neuen Dingen manchmal Blut und Wasser. Aber heute habe ich mich dann herangewagt (Feiertag und somit Zeit sei Dank), die Röhre endlich auszutauschen.


    Die Wasseranschlüsse waren ja nun wirklich kein großes Thema. Total easy. Rübergestülpt, Kabelbinder, fertig.


    Und dann der Strom. Ich hatte mir aus dem Baumarkt so eine Zange mit Steckschuhen organisiert. Mit Ring auf der anderen Seite, sodass ich den Ring dann einfach über die Stahlkontakte schieben könnte.

    Nur allein das Quetschen hat schon nicht funktioniert. Vermutlich hab ich mich einfach wieder zu blöd angestellt :-)

    Wieso ist RJ45-Stecker-Crimpen easy und sowas eine unüberwindbare Hürde für mich? :-)


    Also gut, dann biegen wir die Litze halt drumherum und versuchen das ganze zusammenzulöten. Da ich meine Lötstation aber zuletzt vor ca. 100 Jahren verwendet habe und dann (jetzt bitte Hände über dem Kopf zusammenschlagen!) auch noch mit der Lötspitze Löcher in Plastikgehäuse "gebohrt" habe, wollte das auch nicht so recht funktionieren. Aber irgendwie ging es dann (jetzt das Facepalm, bitte!).


    Dann her mit dem Bindulin, das ganze zusammengeklebt. Wird schon halten. Oh... wie lange braucht das zum Aushärten? Wackeldackel... hält nicht von 12 bis Mittag. OK. Was bleibt noch? Warum zu Geier packen die da nicht einfach ein Stück Gewindestange an die Röhre, statt eines nackten Stahlkontakts?

    Aber wozu hat man eine Heißklebepistole? Damit muss es klappen. Und es hat auch funktioniert. In der Zwischenzeit hab ich die Röhre festgeschraubt und gebetet, dass sie denn auch einigermaßen korrekt sitzt - nicht, dass ich die Spiegel auch noch alle justieren müsste.


    OK, dann die Hochspannungskupplung an das (vermutlich völlig umsonst ausgetauschte) neue Netzteil geschraubt, alle Klappen zu, alles Werkzeug weg vom Gerät. Stecker anschließen.


    Pause. Ich trau mich nicht, einzuschalten. Aber OK, einen Organspendeausweis hab ich und die Kinder sind auch aus dem gröbsten raus. Laserschalter aus, Hauptschalter ein. Rechnen wir mal mit dem Schlimmsten.


    Laser Cutter "bootet", macht seinen Selbsttest, fährt durch die Gegen und landet da, wo ich vor etlichen Wochen frustriert abbrechen musste. So weit, so gut. Datei "simpel" war noch geladen. Einfach ein kleines Rechteck zum Spielen und Testen.


    Dann dieser Moment... soll ich es wagen? Schnell noch die Laserbrille aufgesetzt... man weiß ja nie... hilft vielleicht auch gegen Glassplitter, die mich durch das Gehäuse hindurch angreifen wollen.


    Also gut: Laserschalter ein. Alles gut.


    Ihr hättet mich sehen müssen. Ein gestandener Mann... eigentlich. In Deckung gehen und auf "Pulse" drücken. Nichts. Nochmal. Nichts. Nochmal. Laser fährt in Home-Position zurück. Ah OK. Das war nicht "Pulse", das war "Reset". Komme mir selber etwas blöd vor. Aber Brille UND Laserbrille geht halt nicht.


    Aber jetzt. Pulse. Und? Ein kleiner, heller Punkt brennt sich ins Papier. What? Sollte es etwa funktionieren? "Origin" gedrückt. "Frame" gedrückt. Passt. START!


    YEAH! Nu geht er! Funktioiert! Er brennt mir (unscharf, Tischhöhe hat noch nicht gepasst) ein sauberes Rechteck aus dem Papier!

    OK, die Ränder waren verbrannt. Also bin ich mit der Leistung runter auf 19% und mit der Geschwindigkeit hoch auf 200 mm. Fokus noch korrigiert und ZACK - alles passt.


    Ich bin richtig happy und euch sehr dankbar für eure Hilfe! Nachdem das tagelang im Hinterkopf schwelte und ich da einen großen Respekt vor hatte (Hochspannung und Wasser vertragen sich im Zweifelsfall auch nicht unbedingt gut), ist das Problem jetzt endlich gelöst.


    Allerdings würde ich das vielleicht doch noch mal bei Gelegenheit etwas professioneller hinkriegen. Vielleicht kann jemand noch mal ein Foto machen von diesen Lötsteckschuhen, wie genau das aussehen könnte/sollte.


    Und als nächstes steht erstmal ein kleines Gehäuse als Aufsatz für das Amperemeter an, damit ich da auch den Überblick behalte. Und vielleicht ein Thermometer fürs Kühlwasser. Wäre ja auch nicht ganz uninteressant zu wissen, wann es kocht.


    Nochmals Danke, genießt den restlichen Feiertag und frohes Lasern!


    LG

    Kalle


    PS: Soviel zum Thema "kurzes" Feedback

  • Eigentlich ist das mit dem Lötsteckschuh wirklich ganz einfach :)


    Aber nennen wir das einfach mal "mangelnde Erfahrung". Man braucht kein Hochschuldiplom oder Literweise russischen Wodka :)


    Du hast einfach nur das falsche Material genommen 8)


    Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, dann hast du jetzt einen kleinen Ringkabelschuh genommen ;)


    Der wird tatsächlich mit einer Presszange auf die Ader gepresst.


    Der Lötsteckschuh kommt aus der Elektronikbastelei und kann bei Conrad oder Reichelt bezogen werden im hunderter Tütchen :)


    Feddich aussehen tut das so :lupe:


    P1000882.JPG



    Das wird stramm und vorsichtig auf den Pin gesteckt, vorher das stückle Silikonschlauch drüber und dann eingegossen mit Bindulin oder Plasti Dip von Conrad.



    :)

    Gruß

    Michael


    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

    Johann Wolfgang von Goethe