Wird dann doch mal lustig...

  • zu schauen was da aus so einem Diodenlaser kommt an Leistung.

    Wir waren bei 1,6 Watt, 3 Watt 5 Watt, 10 Watt und mittlerweile sogar bei 20 Watt im Bereich Billiglaser: Diode mit ca. 445/450 nm


    Ich darf da mal mit einem Gerät messen was doch recht genau misst.

    Einfach nur mal gucken und dann zum Spaß den gemessenen Laser demontieren um zu gucken was verbaut wurde (wenn es erkennbar ist).


    Warum?


    Weil da viel komisches Zeug geschrieben wird bedingt der Eingangsleistung/Ausgangsleistung und was dabei ein Treiber macht?!

    Mich juckt ja momentan das X20 Pro-Modul welches 4 x 6 Watt Dioden verbaut haben soll was rechnerisch 24 Watt optische Leistung haben sollte.

    Nun haben wir vom Viktor gelernt da geht Leistung verloren und ich hab mal Anfragen gestellt was solche Dioden kosten...


    5 Watt um 25 $

    6 Watt...

    7 Watt um 80 $


    Nein, keine 5,5 Watt Diode gefunden, keine 6 Watt und selbst wenn...was ist da im Modul verbaut?

    Wie gesagt, ich schlachte mal 2-3 Module nur aus Neugier.....es wird eventuell nicht jeden interessieren aber für einige doch mal interessant zu sehen wie man übers Ohr gehauen wird oder doch den Angaben vertrauen kann die gemacht wurden.


    Nochmal, es ist Hobby, muss nicht stimme aber ich verlass mich da jetzt mal auf ein Gerät was schon recht vertrauenswürdig scheint.

    Irgendwann nehme ich da Angebot von ThorLabs an und messe dann nochmals mit Technik die dann doch etwas teurer ist....später : e


    So, Spaß haben und zum Wochenende gibts erste Ergebnisse.....schon jetzt vorab: der Sculpfun S9 hat bei 100 % Leistung unter LightBurn eingestellt 5 Watt.

    Nein, lasst den Diodenlaser nie mit voller Leistung laufen...etwas Luft nach oben ist immer besser als an der Kotzgrenze zu verrecken....also max. 90 %

    Jetzt kann man streiten bedingt der Temperaturen, der Laufzeit und und und....


    Es ist Hobby und da will man einfach nur ein bisschen Infos geben...da habt mal Nachsicht : )

  • ... das mit dem "wenn nur max. 90% der Diodenleistung = lebt länger" ist bei den typischen PWM-Treibern auch nicht so der Bringer, weil die Diode selbst bei nur 10% Leistung trotzdem bei jedem Puls mit um die 120% bis 140% übersteuert wird ... nur mit etwas mehr Zeit zum Abkühlen zwischen den einzelnen Pulsen :rolleyes:


    Das mit den 90%, das mußt du beim "echten" Treiberstrom einstellen (nicht beim PWM-Verhältnis), was schon etwas besseres Meß-Equipment erfordert, als ein einfaches Multimeter oder Ausgangs-Leistungs-Meßgerät :/


    Viktor

  • So sehe ich das auch, aber mit einem Oszi und einem mehr oder weniger bekannten Shunt in der Zuleitung müsste man den realen "Impuls-(Dioden)strom" doch relativ einfach messen können. Problematisch bleiben dann aber immer noch die Ein- und Ausschaltflanken, hier können ja noch ganz andere Effekte auftreten, die dem Laser womöglich "Lebenszeit" rauben, aber da hat man bei "fertigen" Lösungen ja relativ wenig Möglichkeiten das zu "verbessern". Ein kleiner Kondensator oder eine Induktivität könnte da helfen die Spitzen abzufangen, aber wenn man nicht weiß was man tut "verschlimmbessert" man es am Ende noch :/

  • ... ich verwende als Shunt typisch einen 0.1 Ohm-5W-Widerstand -- dann ist das mit dem Strom messen relativ einfach - gemessene Spannung*10 = Strom.


    Und ja - ob der Treiber Stromspitzen bzw. Über-/Unterschwinger produzierst, siehst du damit zwar ... ist aber nicht so einfach das abzustellen :rolleyes:


    Viktor

  • Das mag alles stimmen aber muss es nicht.....wird denn jeder Treiber überrissen?

    Für mich ist da der Faktor die Diode.

    Ist es eine mit 5 Watt oder 4,5 Watt und 5,5 Watt hab ich nicht gefunden.


    Und wenn es eine 6 Watt sein sollte aber nur 5 Watt raus kommen und dazu ein vernünftiger Treiber noch besser.

    Aber gut, is ja nur Spielzeug....und ich bau da einige von auseinander nur um zu gucken was da drin ist.

  • Davon ab braucht es sehr viel mehr was mir auch klar ist....wir wollen ja nur gucken : )


    Frage:

    Nur ein Oszilloskop bringt da nicht viel oder müsste dann doch etwas mehr haben oder?


    Auszug:


    Vom PC zu einem optischen USB-ScopeEine andere Option ist es,das digitale Oszilloskop iC227an denUSB-Port eines Labor-PCs anzuschließen.

    Dieses digitale Messgerät ist sehr schnelles und genaues zweikanaliges 8-GHz-Sampling-Oszilloskop auf Basis eines Mikrocontrollers mit differenziellen ECL-Schaltungen.

    Der Mikrocontroller kommuniziert über eine isolierte USB-Schnittstelle in der maximal möglichen Geschwindigkeit von 12MBit/s.

    Das sequenzielle Scope arbeitet mit eingefügten inkrementellen Verzögerungen zwischen Trigger-und Abtastzeitpunkt. Die ADC-Konvertierung startet zum Trigger-Zeitpunkt und die Abtastung erfolgt in 10-ps-Intervallen. Bild7 zeigt Funktionsprinzip des iC227in einer Verschaltung als ein 4-GHz-Oszilloskop mit zwei Kanälen. Die Verbindung zum Testobjekt wäre z.B. ein Fotoempfänger wie der iC212, was zusammen dann ein komplettes optisches USB-Scope am PC ergibt.



    Ich schau mir gerade so eine schnelle Laserdiodentreiber-Schaltung an....das mal sehr interessant.

    Gut, was ich mach reicht allein nicht und hab ich verstanden aber mit einem 0 8 15 Oszilloskop kommt man auch nicht weiter.

    Zum gucken was raus kommt reicht es aber allemale.

  • Ich hab diese Woche meine "Shunt-Widerstände" bekommen. Mal schauen ob ich am WE die Zeit finde den Treiber vom S9 mal zu messen.


    Wenn ichs hin bekomme stell ich dann mal das Eingangssignal mit dem Ausgangsstrom zusammen dar.

    Gruß,

    Christian


    „Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“
    Stephen Hawking

  • Die Interpretation eines Oszilogrammes, besonders wenn es um impulsartige Effekte handelt, ist leider auch nicht trivial. Zum einen muss man unterscheiden ob sie vom Messequipment stammen oder durch dieses gar die Abbildung der Messung verfälscht und zum anderen die Messtechnologie dahinter. Einfache digitale Oszilographen sind da sicher mit Vorsicht zu genießen und bei Analogen hat man bei nicht periodischen Signalen oft das Problem der auswertbaren Darstellung.


    Beim "Lasern" lässt sich für eine bestimmte Zeit wahrscheinlich ein kontinuirliches Ansteuersignal erzeugen um eine vernünftige Auswertung zu ermöglichen. Ein "alter analoger Röhrenoszi" könnte hier wahrscheinlich schnell auswertbare Bilder bringen wenn man das Masseproblem beachtet, der Shunt muss ja nicht unbedingt auch an Masse liegen :/


    "Moderne" Batteriebetriebene Oszi's sind wohl eher digitale Modelle, da spielt das Problem der gemeinsammen Masse eher kein Problem, aber zu kleine Abtastraten setzten hier oft Grenzen beim Erkennen von Stromspitzen und man sollte sich schon im klaren sein was man messen möchte und auch kann.


    Ist nur mal so ein Denkanstoß, kann jetzt auch keine Empfehlung geben welches Messgerät was messen kann, würde aber hier einem alten Analogoszi mit 1MHz mehr vertrauen als einem digitalen aus dem Low Budget Bereich und wenn man nicht täglich damit umgeht nützt auch ein High End System nicht viel wenn man all die Einstellmöglichkeiten nicht wirklich beherrscht.

  • Nur mal so, es ging darum zu messen was da raus kommt und das wird zuverlässig gemessen.

    Was die Treiber betrifft und die Angabe von "lass nur mit 90 % laufen...das ist etwas anderes!

    Ja, da kann ich nicht messen aber auch kein Problem...da sind wird auch dran.

    Mich jucken nur die Angaben der optischen Ausgangsleistung für den Moment und nicht wie diese zu stande kommt.


    Da ist das Messgerät schon ein sehr sehr gutes.

  • Mir ging es mehr um den ersten Teil weiter vorn, da fangen die Probleme ja an (was sind 90% von was?), die man aber evtl. noch ändern kann, wen man erst mal weiß wo das Problem liegen könnte.

    Das mit der optischen Ausgangsleistung mit realen vergleichbaren Werten ist natürlich am Ende das, was wirklich zählt. Bin echt gespannt was deine Vergleiche so an den Tag bringen, denke aber das es eher ernüchternd sein wird, als von den meisten Herstellern großzügig versprochen wird :/ Allerdings dürften die wenigsten hier so etwas haben um ihren Laser diesbezüglich zu testen.

    Aber da es ja um die Praxis geht, kann jeder ja für sich die Erfahrung machen welche Parameter man einstellen muss um welches Ergebnis zu erreichen, auch wenn es mühsam erscheint, aber ohne Lernen und Erfahrung klappt das wenigste. Wichtig wäre halt nur die realen Grenzen zu kennen, was mit welchem Laser und welcher Leistung machbar ist und hierbei auch noch zu unterscheiden was praktikabel und was hochgezüchtetes Experiment ist. Die Experten unter euch können sicher mehr erreichen, ist eben wie im Sport, 100m können die meisten laufen, aber in welcher Zeit steht eben auf einem ganz anderen Blatt ;)

    Einmal editiert, zuletzt von MyActive ()

  • ... die "90%" beziehen sich meist auf Verlängerung der Laserdioden-Lebensdauer, wenn sie maximal mit 90% des "Nominalstroms" betrieben wird und dabei maximal auf 25°C erwärmt wird.


    In den typischen Billigmodulen sind die Treiber schon von vorneherein auf etwa 120% bis 140% des Nominalstroms übersteuert ... und die Temeratur im Betrieb nur mit Lüfterkühlung geht auch oft über 30°C hinaus ... und beim Schalten oder PWM-Ansteuern gibts oft auch noch Stromspitzen mit >200% (hatte auch schonmal superkurze Stromspitzen bis 900%!! gehabt) -- damit sinkt die zu erwartende Lebensdauer einer solcherart "übersteuerten" Laserdiode von den zugesagten ">10.000 Stunden" auf wenige Hundert bis auch mal nur einige Zehn Stunden, bis die Leistung merklich nachläßt :rolleyes:


    Viktor

  • Da nutzen die 90% PWM dann auch nix mehr, wenn Spitzen entstehen, die ~10x I-max sind....

    Hab hier so nen Zigarettenschachtel großen Diodentreiber liegen....

    Das Osci steht in der anderen Ecke, der Fuktionsgenerator steht neben mir.... aber um 5:30 klingelt der Wecker :D

    Ausserdem hasse ich diese Diodenlaser, aaaaahh!!!!

    Irgendwann vielleicht doch mal, wenn ich Langeweile hab........

    Gruß Simon

  • ... neben den übersteuerten und "spikenden" Treibern ist das größte Problem, daß man keine Datenblätter zu den Dioden bekommt -- ich muß die auch erstmal über einen Bereich ausmessen und Spannung gegen Strom gegen optische Leistung abschätzen, um in etwa den Typ raten zu können ... kauf mir deswegen manchmal auch 3-4 gleiche Module, um eins davon mit eventueller "Zerstörschwelle" bis zum Maximalwert durchzumessen -- dann kann ich zumindest den "Nominalwert" abschätzen, bei dem die "vernünftig" betrieben werden kann :/

    Bei den Nichia-Dioden von Lasertack (2W, 3.5W, 6W) hatte ich zumindest die passenden Datenblätter mitbekommen - da ist es viel einfacher, den Treiber auf die jeweiligen Betriebswerte einzustellen ... bei den 9W, 25W und 30W IR-Laserdioden von JPG habe ich auch noch die Daten gefunden ... und auch bei den 200W- und 270W-IR-Dioden von Dilas ... bei den vielen "China-Modulen" habe ich aber zu keinem einzigen ein Datenblatt oder genaue Werte für Strom bekommen :rolleyes:


    Viktor

  • Na dann....wäre es also tötlich wenn ich 90 % nutze und tötlich wenn ich nur 20 % nutze an Leistung....aha.

    Davon ab bekomme ich momentan eh keine MEssung mit dem Pronto 250 hin warum auch immer.

  • ...habe ich aber zu keinem einzigen ein Datenblatt...

    und aus diesem Grunde können die einem auch das Blaue vom Himmel runterlügen.


    Die Käufer eines Glasröhrenlasers kriegen Schweißperlen auf der Stirn, das die Lebensdauer sinkt, wenn der Strom durch die Röhre zu groß ist.


    Die Käufer eines chinesischen Diodenlasers beharren auf die Angaben von den Chinesen. Da steht geschrieben, der hat 40 Watt und dann hat der gefälligst auch 40 Watt zu haben. Der Strom is Latte.


    Merkwürdiges verhalten :)

    Gruß

    Michael


    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  • Na dann....wäre es also tötlich wenn ich 90 % nutze und tötlich wenn ich nur 20 % nutze an Leistung....aha.

    Davon ab bekomme ich momentan eh keine MEssung mit dem Pronto 250 hin warum auch immer.

    Was läuft den nicht ?

    Gruß

    Michael


    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich leg drunter, möchte 450 nm messen, drücke auf Messen (Play) und es laufen Punkte...jetzt sollte man den Diodenlaser einschalten und die Messung beginnen.

    Da solte ein CountDown laufen was aber nicht erfolgt.....komisch, drück ich den Daumen drauf beginnt er und dann eine Fehlermeldung.


    Nein, nichts zu warm geworden, einfach keine Messung und ich hab den Spot vorab gemessen und dann aus dem Fokus raus um ca. 15 %


    Gnarf....warum immer bei mir?


    Ich hab eingestellt 100 % und wenn ich den Kollegen ein Brett vor den Kollimator halte (fixer Fokus) ballert er durch.

    In LightBurn auch "kontinuirlich" eingestellt....sehr komisch.