Projekt „Graphite“: eierlegende Wollmilchsau?

  • Bin grad auf dieses Projekt hier gestoßen:
    https://graphite.rs/

    Nach eigenen Angaben kann man das damit machen:
    - vektorbasiertes Grafikdesign
    - Motiongraphics/Animationen
    - Bildbearbeitung
    - DTP Layout

    und das Ganze gratis & open source… :/

    Ich werd mir das mal übers Wochenende genauer anschauen, nachdem ich vom Lachen fertig bin.
    (das böse, hämische Lachen)
    :D

    Von 2001 bis 2018 war ich Adobe-Schaf, seitdem glücklicher Affinity Benutzer.

    Ich kenne die Zielgruppe dieser gratis & open Projekte nicht näher, meiner Meinung haben diese in einer professionellen Umgebung (Agenturen) nix verloren.

    Gimp und Inkscape hab ich auch schon getestet - um es mal kennenzulernen.
    Fazit: Rotz!

  • Frage ist halt immer, wofür man es braucht. Für mein meistes Zeug komme ich sogar mit Lightburn aus. Will ich paar Zeichenmöglichkeiten mehr, nehme ich Fusion, da ich das ohnehin für den 3D-Druck verwende. Will ich Fotos gravieren bereite ich das mit GIMP vor und bin damit komplett zufrieden.

    Mit Corel habe ich auch schon gearbeitet, hab da jedoch aktuell keines, sonst würde ich das vllt. auch nutzen für kreativere Dinge.

    Würde ich jetzt hauptsächlich eigene Grafiken designen wäre das vermutlich wieder anders. So erfüllt jedes Programm den Zweck einen bestimmten Bedarf zu decken.

    Gruß

    Uwe

    "Weise ist nur wer nicht vergisst, daß er selber komisch ist."

    Johann Wolfgang von Goethe

  • Ok, da hab ich ganz andere Ansprüche. Ich komm aus dem Printbereich, mir ist ein blitzsauberer PDF-Export wichtiger, als Spielereien wie Animationen. Für Motiongraphics/VFX gibts Apple Motion oder Davinci Resolve - aber bitte nicht alles in einem Programm!

    Bin aber dennoch gespannt, wie weit es dieses Projekt bringt!

  • Gimp und Inkscape hab ich auch schon getestet - um es mal kennenzulernen.
    Fazit: Rotz!

    Kommt darauf an, was man machen will. Bezogen auf das Forenthema Laser ist Inkscape längst nicht das schlechteste.

    Es bietet viele interessante Plugins für Gcode, Lasercutting, OpenScad und Mathefunktionen. Auch hatte ich noch nie Ärger mit Import und Export von Formaten, während Corel (nutze ich seit den 90gern) bei DXF und SVG immer wieder komische Sachen produziert hat. Man muss halt auch sehen, wie lange es Inkscape und Gimp schon gibt und woher die Programme kommen bzw. deren Werdegang. Da wird eben noch recht viel um die Ecke gedacht, weil an den Programmen ewig herumgebastelt wurde. So etwas mal eben komplett zu modernisieren und zu bereinigen, ist so gut wie unmöglich. Das ist auch bei meinem geliebten OpenScad so: Im Prinzip ein mächtiges Tool, aber mit einer hundert Jahre alten Grafik-Engine, die selbst auf dem modernsten PC noch 1 Stunde zum Rendern braucht. Damit muss man bei solchen Projekten leider nur zu oft mit leben.

    Ein Produkt als "Rotz" zu bezeichnen, ohne auch nur einen einzigen Grund dafür zu nennen, zählt sowieso nicht. Es scheint es geht hier rein um das subjektive Empfinden beim Arbeiten mit der Software.

    Bei einer neuen opensource Software, die ALLES bieten soll, bin ich mehr als skeptisch. Die kann man sich mal nach ein paar Jahren anschauen, nachdem die ersten paar tausend Bugs beseitigt wurden. Zudem gab es ja schon immer Anbieter von Softwarepaketen, die "alles" können. Die können dann von allem etwas aber nichts richtig. So zumindest meine Erfahrung der letzten 30 Jahre. Mir persönlich sind hochspezialisierte Programme lieber als diese angeblichen rundum sorglos Pakete. Klar, für 80 Euro für so ein Paket kann man nicht viel verlieren, aber Wunder wird man dafür wohl auch keine erwarten können.

    Gruß

    Joachim