Beiträge von VDX

    ... ich bin schon länger am Überlegen, ob das nicht noch besser mit "unterkritischer Ätzlösung" und einer UV-Laserdiode "unter Wasser" geht :/


    Dabei wird die Platine oder Metallplatte ins Ätzbad gelegt, so daß einige mm Lösung über der Oberfläche sind, und dann mit der UV-Laserdiode durch die Lösung hindurch auf die Oberfläche fokussiert, wobei im Fokus die "Energie" dann über die Ätz-Schwelle kommt.


    Hab' das letztens auch irgendwo so ähnlich in einem DIY-Aufbau gesehen :/


    Das funktioniert übrigens ähnlich auch "andersrum"! - eine Platine in hoch konzentzrierter Kupfersulfat-Lösung ... und im Laserspot fällt aus der Lösung metallisches Kupfer aus !!! 8)



    *** EDIT *** - ist mir gerade eben eingefallen -- Silbernitrat-Lösung nehmen und auf eine Messingplatte "abscheiden" könnte tiefschwarze Spuren geben :/

    ... die Leistung von 20Watt "blau" ist immer noch etwas knapp - vor Allem, wenn der Spot-Durchmesser um 0.1mm oder größer ist.

    Ich schätze, daß für eine Direkt-Gravur von Messing mit einem Spot-Durchmesser von 0.1mm um die 40-50W erforderlich sind ... mit 20Watt müßte für die gleiche Energiedichte der Spot-Durchmesser 0.07mm oder kleiner sein :/

    ... alas man das noch in höherer Konzentration kaufen konnte (durfte), habe ich 30%-ige Salszsäure und 30%-iges Peroxid 1:1:1 mit destiliertem Wasser gemischt und bei 25°C Bad-Temperatur ein paar Sekunden untergetaucht ... fürs Platinenätzen (35µm Kupfer wegätzen) hats da um 2 Minuten gebraucht ...

    ... direkt reicht dir Leistung noch nicht - was aber gut geht, dünn dunkel lackieren, den Lack selektiv wegdampfen und die freigelegten Stellen ätzen.


    Was auch geht ist etwas dunkles "aufbacken" -- da gibt es so einige "Mittelchen" - kommerzielle mit schwarzen Keramik-Partikeln drin ... und auch z.B. sowas wie MO2-Fett :/

    ... die beiden ABB-Roboter habe ich nicht mehr -- einer ist bei einer Firma in Holland als "Teile-Jongleur" in einer großen Dental-CNC-Fräse verbaut, den anderen habe ich beim Wechsel da gelassen, da zu groß/schwer für meinen Keller :rolleyes:

    Bin schon länger auf der Suche nach einem kleinen (bezahlbaren) Labor-Roboter :/



    *** EDIT *** -- für sowas "in klein" hätte ich aber noch die Baustelle mit dem Parallel-Scara - der paßt noch auf einen Tisch und wird dann auch "nur" einen halben bis maximal 3/4 Meter "Reichweite" haben ... dafür dann mit fast noch besserer Genauigkeit/Auflösung als die ABB's - die hatten zwar enormes Tempo (bis 7g!!), dafür hats dann mit ausgestrecktem Arm schon ein paar Zehntel "nachgegeben", wenn man dagegen drückte :S

    ... ansonsten hat er einen ähnlicheh Ansatz wie meinereiner gewählt - ich habe auch mit einem Jetson Nano und Stereo-Kameras angefangen (später wegen höherer Leistung auf Jetson Xavier NX gewechselt).


    Hier ein Testvideo zum detektieren von Mücken und Bestimmern derer Position ... aber, wie schon geschrieben, mit "Gift-Tröpfchen" statt Laser abgschossen 8)


    https://www.youtube.com/watch?v=0upDWw-Ervo

    ... mein Stereo-Kamera-Aufbau sollte Moskitos/Mücken mit Flüssigkeitströpfchen benetzen (verdünntes Insektizid, etwa 30µm große Tröpfchen, in einem "Raster" weggeschossen) ... in einem anderen Ansatz hatte ich dann mit einem Laserpuls "schnellere" (bis doppelte Schallgeschwindigkeit) Flüssigkeitstropfen aus einer Glaskappillare herausgeschossen ... mit dem Laser direkt draufgehalten war kein Thema (ist hier nicht genehmigt und eh' schon von einem amerikanischen Patent abgedeckelt) :/

    ... apropos "light-pen" :/


    Gibts noch Interesse an "UV-Photoplottern"?


    Mit den 405nm-UV-LED's von 100mW bis 500mW und etwas Polymer-Lichtleiter lassen sich perfekte "UV-Photo-Stifte" für Plotter herstellen - die Lichtleiter gibts in Durchmessern von 0.05mm bis über 1mm und anstatt die UV-Laserdiode auf einen Spot zu fokussieren, kann man die auch in ein Stück Lichtleitfaser reinleuchten lassen und dann kommt am anderen Ende ein "perfekt durchmischter zylindrischer Strahl" mit dem Durchmesser des Faser wenn aufgesetzt ... oder auch beliebig größer, wenn "refokussiert".

    Der Vorteil wäre eine perfekt homogene "Ausleuchtung" des Lichtflecks, anstatt einer typisch "gaußschen" Energiedichteverteilung, wenn direkt fokussiert ...



    *** EDIT *** -- hier mal ein Bild von einer 300mW-405nm-Laserdiode und angekoppelter 0.5mm-Lichtleifaser:

    445nm@500mW-fiber.jpg

    ... genau! -- wr für mich schon ein Drama, als die irgendwann den Verkauf von grün-empfindlichem Fotolack eingestellt hatten ... hab' mir die Platinen und geätzte Frontplatten damals ziemlich komfortabel mit DIY-Lightpens (grüne LED, spitz gedreht, schwarz lackiert und die Spitze auf den gewünschten Durchmesser aufgeschliffen und in einen Plotterstift eingesetzt) auf XY-Plottern erstellt :rolleyes:

    ... hab' dir ja bei FB schon ein paar Tips gegeben, wie du das ggf. noch etwas optimieren kannst ;)

    Ansonsten ist das Thema "Lack" eine eigene Welt - hier kannst du auch z.B. mit "schwachen" UV-Laserdioden UV-empfindliche Lacke selektiv aushärten und die nicht gehärteten/ausbelichteten Bereiche wegspülen ... das machen die meisten Firmen im bereich Metall-ätzen so 8)

    ... mein Chef wollte von mir letzte Woche auch wissen, ob ich mit dem 20Watt-UV-laser Zirkoniumoxid oder Aluminiumoxid schneiden kann - mit dem aktuellen Testaufbau ging das noch nicht (hat's nur leich "vergilbt") -- war mit der Leistungssteuerung aber noch nicht richtig bei :/


    Bin gerade dabei meinen 30Watt-Faserlaser wieder einzurichten (hatte die Elektronik für den UV-Laser zerlegt).

    Von der Firma habe ich zwei (hochdichte) Stößel aus Zirkoniumoxid ... und von einer Firma habe ich ein paar 6mm dicke "Platten" und ein paar Kugeln mit 7, 19 und 32mm Durchmesser (die Kugeln sind kostenlose "Handmuster") bestellt - die dürften morgen oder übermorgen ankommen ...