230 Volt Gertriebemotor per Step/Dir ansteuern

  • Hi,


    ich plane aktuell ein neues Frontpanel für meinen Laser.

    Bislang wurde der Tisch mit einem EIN - AUS -EIN Taster hoch und runter bewegt.

    Der Taster steuert 2 Relais welche die Drehrichtung des 230 Volt 1-Phasen Induktionsmotor steuern.


    Ich baue den Laser aktuell auf und hatte Ihn Gott sei Dank nie in Betrieb. Die Chinesen haben nämlich die Endschalter einfach in die Phasen des Motors einschleift =O


    Um mir den Taster einzusparen, wollte ich auf die - hier im Forum schon mal andiskutierte - Idee mit der Umwandlung von Step/Dir zur Ansteuerung des Motors zurückkommen.


    Meine Frage ist:

    Hat dies schon mal jemand umgesetzt?


    Oder seid Ihr der Meinung ich sollte auf jeden Fall auf Stepper umrüsten?


    Grüße,

    Olivier

  • Ich würde den Stepper empfehlen ...der kostet zwar Motor und Motorsteuerung, ist aber flexibler, genauer und vor Allem sicherer.

    Devinitiv Stepper.:thumbup:

    Alles andere ist gefrickel.

    Gruß,

    Christian


    „Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“
    Stephen Hawking

  • Für Stepper weil ungefährlich.

    Wie sollte es überhaupt mit Step/Dir gehen?

    Lasern ist ein tolles Hobby und ich helfe generell gerne Leuten mit Klasse 1 und zur Not auch Chinaböllern, wenn sie sich deren Gefahren bewusst sind. An die Forumseintagsfliegen: Stellt Euch bitte vernünftig vor und beschreibt Euer Problem und Eure Vorkenntnisse.

  • Der Vorteil einer Schrittmotorsteuerung liegt ja darin, das ja eine Gewindestufe eine bestimmte Steigung hat und der Schrittmotor "X" Schritte pro Umdrehung macht.


    Dadurch kann man sehr genau per Controller seine Plattformhöhe einstellen, weil ein Schritt dann eine bestimme Steigung vollzieht und somit leicht berechenbar. Das ist fast unschlagbar zumal auch die Geschwindigkeit der Z-Achse gewählt werden kann.



    Wenn hingegen die Signale des Step/Dir Signals für die Z-Achse umgewandelt wird per Platinchen zu Rauf und Runter Relais, kann man zwar per Tasten am Display Rauf sowie Runter fahren, hat aber keine Controlle über die gefahrene Strecke. Die Endabschaltung ( oben/unten ) erfolgt dann weiter hart per Mikroschalter.


    Ich denke, die Lösung ist nur für Leute, die sich absolut nicht trauen, irgendwie die Z-Achse Mechanisch umzubauen, zumal da auch probleme auftauchen können was Drehmoment angeht, weil leider die Chinesen Pi x Daumen die Laser zusammen schrauben und da kann schon mal was schwer gehen, womit ein Schrittmotor überfordert ist. Hier müsste man zum Behelf entweder die Spindeln neu ausrichten, oder einen Schrittmotor mit Getriebe verwenden oder sich das Getriebe per Übersetzung selber kreieren.


    Alles machbar, aber für Menschen mit zwei linken Daumen und kein passendes Werkzeug ist das so eine Sache.


    Auch darf man nicht vergessen : Die Steuerung des Getriebemotors im Original hat 230 Volt Netzspannung. Wenn man also schon auf Kriegsfuß mit dem Klingeltrafo @ home ist, dann sollte man da gehörig die Finger von lassen, weil 230 Volt machen klein, schwarz und häßlich und bei einem Fehler gibt man womöglich nicht nur auf sich sondern auch 230 Volt auf den Controller und der wird sich mit einer freudigen Wolke und irrem Gestank beim User bedanken und den Hut ziehen.



    Eine genaue Ansteuerung über Berechnung der Laufzeit des 230 Volt Motors ( x sekunden Laufzeit = y millimeter/zentimeter Hub ) kann der Ruida nicht realisieren.


    ja auch ich wäre da nicht abgeneigt, aber wenn da schon gelötet werden muss und es kein fertiges Platinchen gibt, womit man die Taster am Lasergehäuse simuliert, dann bleibt so ein Hardcorumbau nur was für versierte, oder für Menschen, die auch einen Elektriker/Elektroniker in der Verwandschaft haben oder selber einer sind.



    Gruß

    Michael

    Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Michael: Die Taster am Ruida extern zu simulieren habe ich hier doch schon gezeigt.


    Ich habe auch irgendwo noch einen Wandler rumfliegen der aus Pulse nach 0-10V wandeln kann. Damit müsste man aber wieder auf einen FU gehen und liegt preislich über der Stepperlösung.

    Lasern ist ein tolles Hobby und ich helfe generell gerne Leuten mit Klasse 1 und zur Not auch Chinaböllern, wenn sie sich deren Gefahren bewusst sind. An die Forumseintagsfliegen: Stellt Euch bitte vernünftig vor und beschreibt Euer Problem und Eure Vorkenntnisse.

  • ... so kompliziert ist das auch wieder nicht - zur Motorsteuerung gehen auch nur die beiden Pins für Step und Dir sowie GND ... der Encoder wird auch nur angesteckt ... ab dann genau wie beim Stepper nur noch rechtsrum oder linksrum die vorgegebene "Schrittzahl" (bzw. Encoder-Klicks) laufen lassen.


    Hab' eine meiner CNC-Anlagen so aufgebaut -- die Steuerung "glaubt", daß es Stepper sind, sonst kein Unterschied, außer daß die Anlage deutlich mehr Speed+Power hat und nicht "summt" sondern "zischt" ;)

    Hab' noch einen XY-Servoscanner (statt Galvos) und eine Rundachse für'ne kleine Drehe damit aufgebaut ...


    Viktor

  • Hi,


    vielen Dank erst einmal für Eure Tipps, Hinweise und Meinungen.


    Ich werde nun wohl zuerst einmal den Getriebemotor ausbauen und prüfen wie viel Kraft ich für die Spindeln brauche.

    Der Einsatz eines Steppers hat tatsächlich nur Vorteile, evtl. will ich ja mal eine Autofocus Lösung.


    Danke erst einmal



    Gruß,

    Olivier